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waren. Zuerſt im Zuge Lamen die Indianer, nach ihrer wilden Sitte bemalt und mit ihrem goldnen Nationalſchmuck geziert. Hinter ihnen wurden verſchiedene Arten von leben⸗ digen Papagaien nebſt ausgeſtopften Voͤgeln und anderen Thieren von unbekannten Geſchlechtern, dann ſeltne Pflan⸗ zen, denen man koͤſtliche Eigenſchaften beilegte, daher getra⸗ gen. Große Sorgfalt war angewandt, die indianiſchen Kronen, Armbaͤnder und andre Zierrathen von Golde, welche einen Begriff von dem Reichthum der neuentdeckten Laͤnder geben konnten, dem Auge anſchaulich darzulegen. Nun folgte Columbus ſelbſt, zu Pferde, umgeben von einer glaͤnzenden Schaar aus der ſpaniſchen Ritterſchaft. Auf den Straßen war wegen der wogenden Menge kaum durch⸗ zukommen; die Fenſter und Balkone waren von Schoͤnen erfuͤllt, und ſelbſt auf den Daͤchern draͤngten ſich die Zu⸗ ſchauer. Es war, als ob das Auge der Menge ſich nicht ſaͤttigen koͤnnte in dem Anblick der Trophaͤen aus einer un⸗ bekannten Welt und des merkwuͤrdigen Mannes, der ſie entdeckt hatte. Es lag eine Erhabenheit in dieſem Ereig⸗ niß, welche dem oͤffentlichen Jubel feierliche Empfindungen beimiſchte. Man betrachtete es als eine große und ausge⸗ zeichnete Begnadigung der Vorſehung, zum Lohn fuͤr die Froͤmmigkeit des Herrſcherpaares: dazu kam das hoheit⸗ liche und ehrwuͤrdige Anſehen des Entdeckers, welches, ſo ſehr verſchieden von der Unmuͤndigkeit und Ueberwallung, die man gewoͤhnlich bei ſolchen Irrfahrten vorausſetzt, ganz in Uebereinſtimmung mit der Groͤße und Wuͤrde ſeiner Un⸗ ternehmung erſchien.


