Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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der Sache zu erſcheinen, die ſo allgemeine Bewunderung erregte. Er beſtieg das Boot, landete heimlich und ließ ſich nicht ſehen, bis er hoͤrte, daß der Admiral abgereiſt ſey. Dann kehrte er in ſein Haus zuruͤck, krank und tief erſchuͤttert. Palos war ſeine kleine Welt geweſen, hier hatte er mit unbeneidetem Anſehen geherrſcht; nun aber fand er ſich in der oͤffentlichen Meinung beſchimpft und bil⸗ dete ſich ein, Jedermann weiſe veraͤchtlich mit Fingern auf ihn. Alle Ehren wurden auf Columbus gehaͤuft, alle be⸗ geiſterte Lobeserhebungen wegen ſeiner Unternehmung la⸗ ſteten auf Pinzons Seele als eben ſo viele Vorwuͤrfe, und wie er zuletzt noch eine Reſcript mit ſtrengen Verweiſen vom Hofe erhielt, wegen des Briefes, den er an das Herr⸗ ſcherpaar geſchrieben hatte, vermehrte der nagende Schmerz ſeine Koͤrperſchwachheit; er ſtarb in wenigen Tagen, ein Opfer ſeines Neides und ſeiner Gewiſſensbiſſe.*)

Pinzon war ein Mann von hellem Verſtand und großem Unternehmungsgeiſt, einer der faͤhigſten Koͤpfe unter den Seefahrern ſeiner Zeit und das Haupt einer Familie, die ſich unter den fruͤheren Entdeckern beſtaͤndig ausgezeichnet hatte. Seiner Aufmunterung hatte Columbus viel zu danken, als er arm und unbekannt nach Spanien kam, denn er bot ihm ſeine Boͤrſe an und ging in ſeinen Plan mit Freu⸗ den ein. Er hatte ihm durch ſeinen perſoͤnlichen Einfluß in Palos kraͤftig zur Seite geſtanden, um die oͤffentlichen

*) Munjoz hist. n. mundo 1. IV. sect. 14. Charle- voix hist. S. Domingo 1. II.

Irving's Columbus. 1— 3, 23