Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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Vorurtheile zu bekaͤmpfen, und die Schiffe zu bemannen und auszuruͤſten, als ſelbſt die Befehle der Herrſcher nichts fruchten wollten; er hatte einen Theil der Koſten beſtritten, die der Admiral tragen mußte, endlich war er ſammt ſeinen Bruͤdern mit auf die Reiſe gegangen und hatte ſein Leben wie ſein Gut an den Ausgang gewagt. Es war ihm alſo ein bedeutender Anſpruch an den Ruhm dieſes unſterblichen Unternehmens nicht ſtreitig zu machen; doch da vergaß er den großen Standpunkt der Sache, er verlor den hohen Gegenſtand aus den Augen, uͤberließ ſich einer niedrigen ſchmutzigen Leidenſchaft und befleckte damit auf ewig ſeinen Namen. Daß er eigentlich ein Mann von edler Natur ge⸗ weſen, geht aus der Macht der Gewiſſensbiſſe hervor; denn ein gewoͤhnlicher Menſch konnte nicht als ein Opfer der Selbſtverdammung fuͤr eine unwuürdige Handlung fallen. Seine Geſchichte zeigt, wie ein Abirren von der Pflicht die Verdienſte von tauſend Handlungen aufwiegen kann, wie ein ſchwacher Augenblick oft die Schoͤnheit eines ganzen Lebens zunichte macht, und wie wichtig es fuͤr den Mann in allen Verhaͤltniſſen iſt, nicht allein wahr gegen andere, ſondern auch gegen ſich ſelbſt zu ſeyn.*)S

*) Die Kinder und Erben des Martin Alonzo Pinzon zeig⸗ ten in der Folge eine große Gereiztheit gegen Columbus; ſie ſuchten auf mancherlei Art das Verdienſt ſeiner Ent⸗ deckung zu verkleinern und ihrem Vater die öffentliche Meinung zuzuwenden. Unter anderen Uebertreibungen lieſt man auch die Verſicherung: ehe das Herrſcherpaar