Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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Columbus nach Spanien ziehen laſſen; doch ehe er eine zweite Ausruͤſtung machen koͤnne, ſolle eine anſehnliche Flotte abgeſchickt werden, unter der Fuͤhrung von zwei portugieſi⸗ ſchen Matroſen, die mit dem Admiral die Fahrt gemacht hatten, um ſogleich von dem neuentdeckten Welttheile Beſitz zu nehmen; denn man hielt den Beſitz auf jeden Fall fuͤr den erſten Titel, und eine Appellation ans Schwert fuͤr den beſten Weg, eine ſo zweifelhafte Frage zu entſcheiden. Dieſer Rath, in welchem eine Miſchung von Muth und Hinterliſt lag, wurde von dem Koͤnige mehr gebilligt, und er entſchloß ſich heimlich aber ſchnell, ihn in Ausfuͤhrung zu

bringen, indem er Don Franzisko de Almeida, einen der

ausgezeichnetſten Seeofficiere jener Zeit, zum Befehlshaber der Flotte auserſaͤhe.*)

Mittlerweile wurde Columbus, nachdem er mit ausge⸗ zeichneter Achtung behandelt worden, von Don Martin de Noronja nach ſeinem Schiffe zuruͤckgebracht, und ein großer Zug von Cavalieren des Hofes begleitete ſie; er ſelber ritt auf einem Maulthier und auf einem anderen ſein Pilote, dem der Koͤnig ein Geſchenk von zwanzig Espidinos oder Ducaten in Gold gemacht hatte.**) Auf ſeinem Wege hielt Columbus bei dem Kloſter San Antonio zu Villa Franca, um der Koͤnigin ſeine Aufwartung zu machen, die den leb⸗

*) Vasconcellez I. VI.

**½) Acht und zwanzig Dollars in Gold nach jetzigem Werth, oder vier und ſiebenzig Dollars, wobei der heruntergeſetzte Werth der edlen Metalle in Anſchlag gebracht iſt.