— 348— haften Wunſch geaͤußert hatte, ihn zu ſehen. Er fand ſie von einigen ihrer Lieblingsdamen umgeben und wurde aufs ſchmeichelhafteſte von ihr aufgenommen. Ihre Majeſtaͤt ließ ihn die Hauptumſtaͤnde ſeiner Reiſe erzaͤhlen und die geſehenen Laͤnder beſchreiben; ſie hing mit großer Aufmerk⸗ ſamkeit an den Erzaͤhlungen dieſes außerordentlichen und kuͤhnen Mannes, deſſen Thaten im Munde aller Leute leb⸗ ten. Dieſelbe Nacht ſchlief er in Llandra, und als er am Morgen abzureiſen im Begriff ſtand, kam ein koͤniglicher Diener an, der ihm von Seiten Seiner Majeſtaͤt anbot, ihm bis an die Graͤnze das Geleite zu geben, falls er es vorzoͤge, zu Land nach Spanien zu gehen, auch ihn auf koͤnigliche Koſten mit Pferden, Logis und allem zu verſehen was er noͤthig habe. Da indeſſen das Unwetter ſich gelegt hatte, ſo zog Columbus es vor, in ſeiner Caravele nach Spanien zuruͤckzukehren. Er ſtach alſo am 13. Maͤrz wie⸗ derum in See, kam am 15. bei Sonnenaufgang wohlbe⸗ halten an der Bank von Saltes an und fuhr am Mittag in den Hafen von Palos ein, von wo er im verfloſſenen Jahr am 3. Auguſt weggeſegelt war; er hatte alſo nicht ganz ſieben und einen halben Monat gebraucht, um dieſe
wichtigſte aller Unternehmungen zur See in Ausfuͤhrung zu bringen.*)
——;———jãcx—
*) Werke, die zu dieſem Kapitel im Allgemeinen benutzt worden ſind: Las Casas hist. Ind. I. I. c. 74. Hist.
del Almirante, c. 39. 40. 41. Tagebuch des Columbus bei Navarrete t. I.


