— 342—
*
lehnt, da er auf deſſen gute Miene kein großes Vertrauen ſetzte; aber das ſtuͤrmiſche Wetter gab ihn in ſeine Gewalt, und er hielt es fuͤr kluͤger, allem Argwohn ſcheinbar zu entſagen. Er ging alſo noch an demſelben Abend, nur von ſeinem Piloten begleitet nach Valparaiſo. Die erſte Nacht ſchlief er in Sacamben, wo fuͤr ſeine ehrenvolle Aufnahme Vorbereitungen getroffen waren. Da das Wetter regneriſch wurde, ſo erreichte er Valparaiſo erſt in der folgenden Nacht. Als er ſich der koͤniglichen Reſidenz naͤherte, kamen die erſten Cavaliere des Hofes ihm entgegen, und begleite⸗ ten ihn mit großen Ceremonien nach dem Palaſte. Sein Empfang bei dem Monarchen war eines ſo aufgeklaͤrten Fuͤrſten wuͤrdig. Er befahl ihm, ſich in ſeiner Gegenwart zu ſetzen, eine Ehre, die nur Perſonen von doͤniglichem Rang zu Theil wurde, und nach vielen Gluͤckwuͤnſchen uͤber
den herrlichen Erfolg ſeiner Unternehmung verſicherte er ihn,
das ihm alles in ſeinem Koͤnigreiche, was ſeinen Gebietern oder ihm ſelbſt von Nutzen ſeyn koͤnne, zu Dienſten ſtehe. Es folgte eine lange Unterredung, in welcher Columbus eine Erzaͤhlung von ſeiner Reiſe und von den Laͤndern gab, die er entdeckt hatte. Der Koͤnig hoͤrte anſcheinend mit
großem Vergnugen doch mit wahrhaftem innerlichen Schmerz.
und Aerger zu; beſtaͤndig quaͤlte ihn der Gedanke, daß ihm dieſe glaͤnzende Unternehmung einſt angeboten war, daß ſie gewiſſermaßen um Protec'ion bei ſeinem Hofe gebettelt, und daß er ſelbſt ſie verworfen hatte. Eine gelegentliche Be⸗ merkung zeigte, was in ſeinen Gedanken vorging. Er aͤu⸗ ßerte das Bedenken, ob dieſe Entdeckung nicht doch eigent⸗
1
—
——,


