Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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Es erſchienen mehrere Anzeichen, daß ſie ſich in der Naͤhe von Land befänden, welches ſie fuͤr die Kuͤſte von Portugal hielten: aber der Sturm vermehrte ſich in ſo ho⸗ hem Maaße, daß ſie daran zweifelten, od einer von ihnen lebend den Hafen erreichen werde. Die ganze Mannſchaft that das Geluͤbde, wenn ſie mit dem Leben davon kaͤmen, wollten ſie am naͤchſten Sonnabend bei Waſſer und Brod faſten. Die Verwirrung der Elemente wurde im Lauf der folgenden Nacht immer groͤßer. Die See thuͤrmte ſich wild zu Berge, in dem einen Augenblick wurde die leichte Cara⸗ vele hoch in die Luft geſchleudert und im naͤchſten Momente ſchien ſte der gaͤhnende Abgrund verſchlungen zu haben. Der Regen fiel in Strömen herab, und blendende Blitze zuckten und der Donner bruͤllte aus verſchiedenen Himmels⸗ gegenden..

In der erſten Wache dieſer gefahrvollen Nacht ließen die Matroſen den uͤblichen Willkomm⸗Ruf Land! er⸗ toͤnen, aber dieß vermehrte nur die allgemeine Angſt. Sie wußten nicht, wo ſie waren, noch wo ſie in einer Bucht ankommen ſollten; ſie fuͤrchteten auf den Strand zu laufen oder an den Klippen zu zerſchellen, und ſo war ihnen das erſehnte Land ein Gegenſtand des Schreckens. Sie zogen die Segel ein, hielten ſich ſo viel ſie konnten auf der hohen See, und erwarteten den Morgen in großer Angſt.

Bei Tagesanbruch am 4. Maͤrz ſahen ſie ſich in der Naͤhe des Felſen von Eintra an der Muͤndung des Tajo. Obgleich Columbus fortwaͤhrend großes Mißtrauen gegen die guten Abſichten der Portugieſen unterhielt, ſo ließ doch