mit den oͤrdernden Winden, der Stille des Meeres und dem balſamiſchen Fruͤhlingswetter machten, welche er jenen neuentdeckten geſegneten Laͤndern, die in ewigen Lenzen grünten, zuſchrieb.„ Wohl,“ ſagt er,„moͤgen die heiligen Gottesmaͤnner und weiſen Philoſophen behaupten, daß das irdiſche Paradies an den aͤußerſten Enden des Morgenlan⸗ des zu finden ſey, denn dieſes ſind die mildeſten Regionen der Erde." Nachdem er mehrere Tage mit ſtuͤrmiſchem und widri⸗
gem Wetter zu thun gehabt hatte, traf die Caravele am
Sonnabend den 2. Maͤrz ungefaͤhr um Mitternacht ploͤtzlich ein Windſtoß, der alle ihre Segel zerriß, und da er in ſei⸗ ner Heftigkeit nicht nachließ, ſo war ſie gezwungen mit ent⸗ bloͤßten Stangen ſich ihm zu uͤberlaſſen, in jedem Augenblick ihrem Untergehen entgegenſehend. In dieſer Stunde der Dunkelheit und Gefahr rief das Schiffsvolk wieder die Huͤlfe des Himmels an. Man warf ein Loos fuͤr eine Pilgerung barfuß zu dem Heiligthume der Santa Maria de la Ceuta in Huelva, und wie vorher ſiel das Loos auf Columbus. Die Wiederholung dieſer Beſtimmung war etwas eigenes. Las Caſas betrachtet ſie fromm als einen Wink Gottes fuͤr den Admiral, daß dieſe Stuͤrme ſeinetwegen erregt worden, um ſeinen Stolz zu demuͤthigen und ihn abzuhalten, ſich den Ruhm einer Entdeckung anzumaßen, die das Geſchenk des Allmaͤchtigen ſey, und zu welcher ihn Gott nur als Werk⸗ zeug erleſen.* 4 1
2) Las Casas hist, Ind, lib. I. c. 73. Irving's Cylumbus. 1—3.
22
2


