— 333—
ſchauen konnte; da erblickte er eine Anzahl bewaffneter Rei⸗ ter, welche abſtiegen, in das Boot traten und nach der Ca⸗ ravele zu ruderten. Jetzt erwachte der alte Argwohn des Admirals wegen Feindſeligkeiten der Portugieſen gegen ihn und ſein Unternehmen; er befahl ſeinen Leuten, ſich zu be⸗ waffnen, aber es zu verbergen, bereit, die Caravele zu ver⸗ theidigen oder das Boot zu uͤbermannen. Dieſes naͤherte ſich indeſſen anſcheinend friedlich; der Gouverneur der Inſel war an Bord, und als er in die Nähe kam, wo er verſtan⸗ den werden konnte, verlangte er perſoͤnliche Sicherheit fuͤr den Fall, daß er auf die Caravele kaͤme. Der Admiral gab ſie ſogleich, aber der Portugieſe, noch immer miß⸗ trauifch und ſeiner eigenen boͤslichen Abſichten bewußt, fuhr fort eine feindliche Entfernung beizubehalten. Nun konnte Columbus ſeinen Unwillen nicht mehr bezaͤhmen: er warf dem Gouverneur ſeine Treuloſigkeit und das Unrecht vor, welches er nicht allein den ſpaniſchen Monarchen, ſondern ſeinem eigenen Herrn anthue, indem er ihm ſo unwuͤrdig begegne. Er machte ihn mit ſeinem Rang und Auftrag be⸗ kannt, entfaltete die Patente, mit den caſtiliſchen Koͤnigs⸗ ſiegeln bekraͤftigt, und drohte ihm mit der Rache ſeiner Re⸗ gierung. Die Antwort Caſtanjeda's war in einem anmaßen⸗ 3 den, veraͤchtlichen Tone gegen die Patente des Herrſcher⸗ paares, ſowie voll Trotz gegen Columbus, und ſchloß damit, daß er erklaͤrte, was er gethan, ſey in Ueberein⸗ ſtimmung mit den Befehlen des Koͤnigs ſeines Herrn ge⸗ chehen.
Nach einem unerſprießlichen Wortwechſel kehrte das


