Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
Einzelbild herunterladen

— 326—

der Admiral, daß alle leere Tonnen mit Seewaſſer gefuͤllt werden ſollten, welches denn auch einigermaßen den Zuſtand verbeſſerte. Waͤhrend dieſes langen und ſchrecklichen Kam⸗ pfes ward die Seele des Columbus verzehrender Angſt zur Beute. Er fuͤrchtete, die Pinta ſey in dem Sturm unter⸗ gegangen. In dieſem Fall beruhte die ganze Nachricht von der Entdeckung, das Geheimniß der neuen Welt, allein auf ſeiner gebrechlichen Barke, und eine Woge des Oceans konnte ſie auf ewig in Vergeſſenheit begraben. Der Auf⸗ ruhr ſeiner Empfindungen mag aus ſeinem eigenen Brief an die Souveraine am beſten beurtheilt werden:„Ich haͤtte dieſen unſeligen Ausgang mit minderem Schmerz ertragen, wenn meine Perſon allein im Spiel geweſen waͤre, da ich fuͤr mein Leben dem allmaͤchtigen Schoͤpfer verſchuldet bin, und auch zu andern Zeiten dem Tod ins Antlitz geſchaut habe. Aber es war fuͤr mich ein Gegenſtand unendlicher Sorge und Beſtuͤrzung, denken zu muͤſſen, daß, nachdem ich aus der Hoͤhe mit Glauben und Gewißheit ausgeruͤſtet wor⸗ den, dieſe Unternehmung zu beginnen, nachdem ich ſie glor⸗ reich hinausgefuͤhrt, und da ich auf dem Punkte war, meine Gegner zu widerlegen, und Euern Hoheiten großen Ruhm und weiten Umfang von Reichen zu ſichern, es der goͤttlichen Allmacht gefallen ſollte, dieſes alles durch meinen Tod zu vernichten. Es wuͤrde auch immer noch ertraͤglicher gewe⸗ ſen ſeyn, hätten mich nicht Andere begleitet, die durch meine Ueberredung dazu verleitet worden, und die in ihrem großen Jammer nicht allein die Stunde ihrer Geburt ver fluchten, ſondern auch die Furcht verwuͤnſchten, die ihnen

—