Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
Einzelbild herunterladen

—,—

nahen Sturmes, entweder aus dieſer oder aus der entge⸗ gengeſetzten Himmelsgegend. Es dauerte nicht lange, ſo brach er mit fuͤrchterlicher Gewalt uͤber ſie herein; ihre kleinen und gebrechlichen Fahrzeuge, offen, ohne Verdeck, waren wenig geeignet fuͤr die wilden Stuͤrme des atlanti⸗ ſchen Meeres. Die ganze Nacht mußten ſie mit entbloͤßten Maſten und Stangen ſchiffen, von der Wuth der Winde hin und hergeſchleudert. Als der Morgen des 14. Februars graute, trat etwas Ruhe ein und ſie ſpannten einige Segel; aber der Wind erhob ſich aufs neue mit doppelter Gewalt von Suͤden her, raſete den ganzen Tag und verſtaͤrkte ſeine Wuth in der Nacht, waͤhrend die Schiffe in gegenſtroͤmender See fuͤrchterlich litten, deren hohe, ſchaͤumende Wogen ſie jeden Augenblick zu verſchlingen oder in Stuͤcke zu zer⸗ reißen drohten. Drei Stunden lang gaben ſie dem Schiffe noch ſo viel Segel, um es uͤber die Wellen hinauszufuͤhren, aber der Sturm wuchs und nun war alle Muͤhe vergebens ihm zu widerſtehen, ſie mußten ſich ihm uͤberlaſſen. Die Pinta that daſſelbe, aber bald verlor das Admiralſchiff ſie in der Dunkelheit der Nacht aus dem Geſicht. Columbus hielt ſich ſo viel er konnte nordoͤſtlich, um der Kuͤſte von Spanien naͤher zu kommen und machte Signalfeuer oben auf dem Maſt fuͤr die Pinta, damit dieſe eben ſo thue, um zuſam⸗ menzubleiben. Aber dieſe konnte wegen der Schwaͤche ihres Vordermaſtes den Wind nicht aushalten und mußte ihm volle Gewalt laſſen, ſie in gerader noͤrdlicher Richtung zu verſchlagen. Eine Zeitlang antwortete ſie auf die Signale des Admirals, aber ihre Feuer ſchimmerten immer ferner 21*