Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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zwecke, zu welchen ſie ihn erleſen, die noͤthige Reife, ge⸗ winnen moͤge.*)

Wenn man der Jugendgeſchichte eines Mannes wie Co⸗ lumbus nachgeht, deſſen Handlungen einen ſo außerordent⸗ lichen Einfluß auf die Dinge auf Erden gehabt haben, iſt es anziehend, zu bemerken, wie viel er dem Zuſammenwir⸗ ken der Umſtaͤnde, und wie viel dem angeborenen Drang des Geiſtes zu verdanken gehabt hat. Der originelle wie der wahrhaft geniale Geiſt geht doch mehr oder weniger aus ſeiner Zeit hervor, und der ſtarke Trieb, welchen Columbus fuͤr das Werk uͤbernatuͤrlichen Einfluſſes betrachtete, iſt ihm

unbewußt das Produkt der aͤußeren Begebenheiten geweſen. Dann und wann einmal nimmt der Gedanke eine ploͤtzliche

8 allgemeine Richtung, entweder indem er ein lange vernach⸗ laͤßigtes Gebiet der Erkenntniß wieder betritt und ſeine ver⸗ lorene Pfade wieder entdeckt und neu eroͤffnet, oder indem er mit Verwunderung und Entzuͤcken ein neues, noch unbe⸗ tretenes Feld der Unterſuchung betritt. So geſchieht es, daß ein mit feuriger Einbildungskraft begabter Geiſt, indem 4 er den Impuls des Tages in ſich aufnimmt, alle minder begabte Zeitgenoſſen uͤberfluͤgelt, der Fuͤhrer im Gedraͤnge 3 wird, welches ihn zuerſt mit in Bewegung brachte, und vor⸗ waͤrts zu Werken der unſterblichkeit mit ſich fortreißt, welche ſchwaͤchere Geiſter niemals zu unternehmen gewagt

haben wuͤrden. Wir finden einen Beleg zu dieſer Bemer⸗

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*) Schreiben an die caſtiliſchen Souverains, 1501.