Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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deckung gegen das Ende des funfzehnten Jahrhunderts nichts bekannt geweſen. Ein umherirrendes Schiff mag einſt die Kuͤſten der alten Feſtlande aus dem Geſicht verloren haben und von Stuͤrmen durch die Wildniß der Gewaͤſſer getrie⸗ ben worden ſeyn, ehe ein Compaß entdeckt war, aber es kehrte nie zuruͤck, um die Geheimniſſe des Oceans zu ent⸗ ſchleiern. Und obgleich von Zeit zu Zeit manches Beweis⸗ ſtuͤk nach den Ufern der alten Welt geſchwommen kam, welches den verwunderten Bewohnern die Gewißheit von Land weit hinter ihrem Waſſer⸗Horizonte geben konnte, ſo verſuchte doch Keiner, ein Segel zu ſpannen und dieſes in Geheimniß und Gefahr gehuͤllte Land aufzuſuchen. Oder wenn die Sagen der Scandinaviſchen Seefahrer Grund ha⸗ ben und ihr myſterioͤſes Vinland die Kuͤſte von Labrador, oder das Geſtade von Neufundland war, ſo hatten ſie doch von der neuen Welt nur voruͤbergehende Schimmer, welche auf keine gewiſſe oder feſtbegruͤndete Kenntniß leiteten und in kurzer Zeit der Menſchheit wieder verloren gingen.*) Ausgemacht iſt es, daß im Anfange des funfzehnten Jahr⸗ hunderts, als die hellſten Koͤpfe in allen Richtungen den zerſtreuten Lichtern der Erdkunde nachgingen, noch eine tiefe

Unwiſſenheit uͤber die weſtlichen Regionen des atlantiſchen

Meeres unter den Gelehrten herrſchte; ſeine weiten Gewaͤſ⸗ ſer wurden mit Ehrfurcht und Verwunderung betrachtet,

*) Man leſe in den Erläuterungen am Ende dieſes Werkes den Artikel: Scandinaviſche Enrdeckungen.