Teil eines Werkes 
4. Theil (1827)
Entstehung
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gnaͤdig, gerechter Himmel! Kommt denn Ritter Carl! kommt, damit mein Herzblut Eurer un⸗ ſchuldigen Schweſter die Ehre und den unbefleck⸗ ten Ruf im Grabe zuruͤckgeben moͤge!

Sie hat Euch bis in den Tod geliebt und

Euch vergeben! erwiederte Carl;Ihre Liebe zu Euch war das Vergehen, das ſie der Koͤnigin bekannte. Euer Siegelring iſt ihr in das Grab gefolgt mit dem hat ſie ſich Euch fuͤr jenſeits verlobt. Sie war unſchuldig und treu bis in den Tod. Sie betet nun bei Gott fuͤr uns alle. Da, meine Hand, Graf Otto! Moͤge der gluͤck⸗ lichſte Tag meines Lebens uns allen ein Frie⸗ dens⸗ und Verſoͤhnungstag ſeyn! DOtto nahm ſchweigend und bewegt den ehr⸗ lichen Handdruck an. Still und traurig verließ er die gluͤckliche Koͤnigsburg, und Carl von Riſe ſah ihn nie mehr auf dieſer Welt.

Laßt uns heute das verſchwundene Ungluͤck ganz vergeſſen, mein koͤniglicher Ohm! ſprach Graf Albert zum Koͤnig, der eine Stunde nach⸗ her ſchweigend und gedankenvoll in der Ritterhalle ſtand, und ſeine Kinder, und die frohen Men⸗ ſchen, die ihn umgaben, mit einem ſonderbaren