ein Recht dazu, ſo laß mich Deiner unverſohn⸗ lichen Hand verfallen ſeyn; allein ich geſtatte Dir nicht, die Chre unſers fuͤrſtlichen Hauſes durch eine geringere Unthat zu beflecken!“ 1 Stolz und ruhig kniete die hochherzige Tochter vor das Antlitz des Vaters nieder, und ſah ihn mit einem unverzagten Blicke an, indem er die eigene ſtolze, jede Gefahr verachtende Seele erkannte. „Steh auf, Ritter Carl! ſteh auf, meine Tochter!“ ſprach er ruhig.—„Vergoͤnnt Ihr es, mein Koͤnig! werde ich eine fremde unpar⸗ theiiſche Stimme zwiſchen uns richten laſſen.“ Darauf gab er ſeinem Knappen einen Wink, und Thorgeier Danaskald trat, mit dem Saitenſpiel in der Hand, hervor.„Singt uns das Lied von der Rache des gefangenen Grafen!“ ſagte der ernſte Heerfuͤhrer. Alle ſahen den Skalden verwundert an. Er begruͤßte ehrerbietig den Koͤnig und die ganze Verſammlung, und nach einigen Griffen in die Saiten ſang er ein Lied, deſſen Inhalt alle, doch am meiſten Ritter Carln und Frau Rigmor be⸗ wegte. Es ſing damit an, wie der gefangene Graf im Thurme ſaß und von ſeinem Knappen
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