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pis hervor, in dem ein rothes Naß eingeſchloſſen war, und hielt ihn gegen die Lampe.
„Blut, Blut!“ ſchrie der Biſchof auf,— „brennt nicht Blut genug in unſern Seelen?“
„Aber dies Blut, Hochwuͤrden! löͤſchet jeden Blutbrand in alle Ewigkeit. Es loͤſchet alle Flammen des Fegefeuers und der Hölle. Es löſchet alle alte und neue Suͤnden. So hat mir der fromme Pelagius geſagt. Seht! ein ſolcher Schatz iſt unter Bruͤdern ein Koͤnigreich werth.
„Ha!— allein iſt es aͤcht?“ Die ma⸗ gern Finger des Biſchofs kruͤmmten ſich krampf⸗ haft, nach der Reliquie ausgeſtreckt, welche der Graf ſchnell an ſich zog.
„Glaubt Ihr, daß ein paͤbſtlicher Legat, daß der fromme Biſchof Pelagius in Alba ſeine Se⸗ ligkeit fuür Gold verſchwoͤren wuͤrde? Das Blut iſt, bei meiner Seele! aͤcht genug, und theuer habe ich es bezahlt; entweder wird Pelagius und die ganze heilige Kirche in alle Ewigkeit ver⸗
dammt ſeyn, oder ich beſitze Vergebung der
Suͤnden und Seligkeit genug fuͤr uns Beide.“


