Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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305 8 Rigmor ballte die kleine Fauſt und droheke,haͤtte ich das gewußt, wuͤrde ich Dich doppelt ſo lange gequaͤlt haben. Was ſagte er denn?

Er war Deines Gehorſams und Deiner Furcht vor ſeiner Strenge ſo gewiß daß er mir Dich halb aus Spott verſprach, wenn ich ohne ſeine Genehmigung blos das bernſteinerne Herz, das Du traͤgſt, gewinnen koͤnnte.

Gut! da haſt Du es mit dem andem, 4 verſetzte Rigmor raſch und trotzend.

Iſt es wahr? Carl! glaubt er mich wirk⸗ lich ſo furchtſam und eine ſolche Sklavin ſeines Ei⸗ genſinnes, ſo komm! wir wollen es darauf wagenz wenn ich ſelbſt keinen Willen haͤtte, waͤr ich nicht

die Tochter des Grafen Albert; es muͤßte wunder⸗

lich zugehen, ſollte ich ihn nicht wieder gut machen 3 wie ſtreng er ſcheint, iſt er ja doch nur ein Mann.

Meine Braut! meine heldenmuͤthige Braut! rief Carl außer ſich, und umarmte ſie heftig.

Ach, Rigmor! Kind! herzliebſte Jungfrau⸗ Rigmor! es geht in aller Ewigkeit nicht; jam⸗

merte Marthe, haͤnderingend, indem ſie unruhig umherlief.Was wird Euergeſtrenger Vater ſagen? ich bin ungluͤcklich, ich ſterbe, wenn er es erfaͤhrt. Du folgſt uns nach Kariſe! ſagte Carl, der Koͤnig und der Erzbiſchof werden alles bei dem Grafen Albert wieder gut machen! Du ſollſt immer bei uns bleiben, liebe gute