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kuͤßte ihn,„wenn ich Dich auch zu Tode plagte, ich liebe doch Niemanden wie Dich; aber welche Vermeſſenheit! wenn Jemand uns hier erbhickto? wenn Marthe kaͤme!“
„Marthe weiß alles, meine Rigmor! die gule Alte konnte mich nicht vor Liebe ſterben ſehen!“
In dieſem Augenblicke trat Marthe ſchnell herein!„Fort! fort! Herr Carl!“ fluͤſterte ſie aͤngſtlich.„Die Haube auf, den Mantel um! ich fuͤrchte, daß Jemand kommen magl ach! die Jugend, Jugend!“ Nun ſchmuͤckte ſie Carln wieder mit dem hingeworfenen Jungfrauen⸗Anzug und trippelte nach der Thuͤre um Wache zu halten.
„Leb' wohl, leb' wohl! mein Carl!“ fluͤſterte Rigmor,„Du mußt nun gehen, ſo duͤrfen wir uns nicht mehr ſehen; mein guter Ruf, und mein Vater!“
„Seine Beiſtimmung erhalten wir nie, habehor nicht Du meine Ehehaͤlfte vor Gott und der Welt biſt. Haſt Du Muth, meine Rigmor! ſo zeige es nun! laß einen Pfaffen uns noch in dieſer Nacht ins Geheim verbinden; noch in dieſer Stunde! Laß mich Dich nach Kariſe fuͤhren! dort ſoll keine Gewalt auf der Erde uns trennen.“
„Gott erbarme ſich! das wird nicht gut gehen!“
„Ich habe bei Deinem Vater vergeblich um Dich gefreit; er iſt unbiegſam.”“
„Wie, bei meinem Vater eher als bei mir?“


