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meines einzigen und letzten Freundes und ich Thor waͤhnte, daß ſie auf meinem Hochzeitstage wieder belebt und mich im Leben und Freude begleiten wuͤrden!“ Mit dieſen Worten zog er einen klei⸗ nen verwelkten Kranz von Buxbaum und Win⸗ tergruͤn aus ſeinem Buſen, und wollte ihn jnr ßen; doch ploͤtzlich hielt er inne und druͤckte ihn an ſeine Lippen.„Nein, dies einzige vergaͤngliche Pfand Eures Wohlwollens ſoll mich doch ins Grab begleiten,“ fuhr er fort;„und bald, bald ſoll Kariſe Kirchhof oder der Wahlplatz mich und meine Thorheit bedecken. Rigmor! Rigmor! Gott ver⸗ zeihe es Dir! ich wollte ſelig wie Hagbert fuͤr Dich ſterben; doch eine treue und liebevolle Signe lebt nicht mehr in dieſer Welt! Leb wohl!“ Er machte einen hurtigen Schritt gegen die
Chuͤre und wollte fort; da fiel ihm Rigmor um
den Hals und weinte und lachte auf einmal. „Carl! mein geliebter Carl!“ rief ſie„wollteſt du wirklich Dich meinetwegen aufhaͤngen laſſen, ich habe Dich grauſam gequaͤlt! Vergieb mir; aber warum haſt Du auch den Bart nicht beſſer geſcho⸗ ren, wenn Du fuͤr eine Jungfrau gelten wollteſt.“. „Rigmor, Rigmor! ſuͤßes Maͤdchen!“ rief er nun außer ſich vor Freude, und druͤckte ſie an ſeine Bruſt!„darf ich Dir glauben; Du haͤtteſt mich erkannt, und wollteſt mich beſtrafen?“ „Glaube mir, Carl!“ lispelte ſie zaͤrtlich und III. 20


