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Wie froh auch Rigmor war, ihn geſund und ohne Makel zu ſehen, fuͤhlte ſie ſich doch nicht genug geraͤcht.„Gruͤße Deinen Bruder, gute Kirſtine!“ fuhr ſie in einem gleichguͤltigen Ton fort;„ſage ihm, daß ich ihm recht gut bin, und die vielen kleinen Ritterdienſte, die er mir, als wir beide Kinder waren, bewieſen, nicht vergeſſen habe; doch andre Zeiten, andre Verhaͤltniſſe, ſelbſt wenn ich nicht den Schleier nehme, kann ich doch nie daran denken, die Ehefrau eines kleinen Ritters zu werden; es iſt mehr als ein fuͤrſtlicher Buhle da, mit dem er nicht verglichen werden kann.“
„Genug, genug! Jungfrau Rigmor!“ rief plotzlich Carl in Verzweiflung, und warf Schleier, Mantel und Haube auf den Boden.„Ihr habt grauſamen Spott mit dieſem armen Herzen ge⸗ trieben! Lebt wohl auf immer!“
„Ci! was ſehe ich? darf ich meinen Augen glauben!“ rief Rigmor, ſich uͤberraſcht und be⸗ leidigt ſtellendꝛ:„wagt Ihr, mich ſo zum Be⸗ ſten zu haben?“
„Verzeiht mir den letzten verzweifelten Verſuch, Euer Herz zu mir zu erforſchen! Jetzt weiß ich erſt, wie ungluͤcklich ich bin! Ja! Ihr habt Recht! Ich bin ein alberner eingebildeter Traͤu⸗ mer geweſen, wenn ich unſrer ſchoͤnen Kindheit gedachte, und dieſe welken Blaͤtter an mein Herz druͤckte! Es waren Grabblumen von der Beſtattung
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