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Marthe!“ ſagte Rigmor ireenic und dliebkofte die Alte. „ Ach ja! ich habe es ja. alles ſo geträͤumt und es muß der Wille des Himmels ſeyn,“ ſeufzte die nachgebende Alte, und holte ſchnell Rigmors Man⸗ tel.„Nun denn in Gottes und der heiligen Jung⸗ frau Namen!“ fuhr ſie fort, indem ſie mit einem Paͤckchen unter dem Arm zuruͤckkam,„wollt Ihr ſelbſt es darauf wagen und verantworten; nun denn ſo habe ich einen Verwandten im Capitelhauſe, der in einem Augenblick den Segen uͤber Euch le⸗ ſen kann; allein ich fuͤrchte, daß wir verrathen ſind. Ich höre Jemanden auf dem Gange.“ „Verſchließe die Thuͤre zum Gange,“ fluͤſterte Rigmor aͤngſtlich,„und fuͤhre uns durch die Kuͤche und den Hinterhof! Ach, Carl! Carl! nun wird mir doch bang. Chre Vater und Mutter, heißt es.“ „Muth! meine Rigmor! Ehre den Vater da⸗ durch, daß Du Muth und kraͤftigen Willen haſt, wie er. Du ſollſt Vater und Mutter verlaſſen, heißt es auch. Die heilige Kirche wird uns ſegnen. Gott beſchuͤtzt treue Liebe! Es gilt meinem Leben und meiner ganzen Gluͤckſeligkeit in der Welt. Ueber mein Haupt kommen die Folgen, ich bin⸗ auf Alles bereitet.“ Mit dieſen Worten ſchlang er den Arm um ihren Leib und fuͤhrte ſie ſchnell und unbemerkt aus dem Schloſſe, um ſein ver⸗
meſſenes Unternehmen auszufuͤhren⸗ Ende des dritten Theils.


