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unterſten geſperrten Betſtuͤhlen, wo ſie eine große ſtattliche Jungfrau im ſeidenen Mantel und mit einer glaͤnzenden goldenen Haube gewahr wur⸗ den.— Sie war in dem geſperrten Stuhle allein und lag auf den Knieen, mit einem Ro⸗ ſenkranze und dem Brevier in der Hand.
„Da iſt ſie!“ fluͤſterte Marthe, und Nig⸗ mor erkannte ſogleich Jungfrau Kirſtinens Feier⸗ tagsmantel, und ihren ſilbergewirkten Schleier, den ſie ſelbſt ihr einſt geſtickt hatte; doch ſah ſie ſo gut wie nichts von den freundlichen, lie⸗ ben Zuͤgen, denn ſobald irgend Jemand nahete, verbarg ſie dieſe ſogleich in den Schleier. Niiggmor eilte in den Stuhl hinein und knieete an ihre Seite.„Kirſtine, liebe Kir⸗ ſtine!“ fluͤſterte ſie, und reichte ihr verſtohlen die Hand..
„Ach! herzliebſte Jungfrau Rigmor!“ lis⸗ pelte Kirſtinens wohlbekannte Stimme, waͤhrend der Haͤndedruck warm und feſt unter dem Man⸗ tel beantwortet wurde,„ich habe Euch ſo viel zu ſagen; allein hier darf ich nicht, ich will nur von Euch allein gekannt ſeyn.“
„Folge mir nachher in mein Zimmer. Sage


