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Herzens⸗Jungfrauchen! Ich habe wohl bemerkt, daß Ihr immer große Stuͤcke auf den huͤbſchen dreiſten Knaben hieltet; Gott verzeih mir, jetzt iſt er ja ein großer und beruͤhmter Ritter geworden. Er wird wohl auch ein frommer gottesfuͤrchtiger Herr ſeyn, weil die große Gnade ihm widerfahren iſt, die heilige Fahne aus der Hand der Engel zu ergreifen, und jetzt hat er ja auch Burg und Veſte. Haͤtten die gottloſen Heiden ihn nur nicht ſo uͤbel zugerichtet, wer weiß, was dann noch geſchehen koͤnne? Mir traͤumte traun! die vorige Nacht von ihm und von Euch, herzliebſte Jungfrau! und er er⸗ ſchien mir ganz und wohlauf, geſund und munter wie ein Fiſch! Wer kann's wiſſen, ob nicht ein Engel vom Himmel ihm eben ſo gut Naſe und Ohren wiedergeben koͤnne, wie die geſegnete Dahne und den Ruhm und das Gluͤck!“
So fuhr Marthe zu ſchwatzen fort, wäͤhrend Rigmor ſtumm und beklommen ihr immer etwas voraus nach dem Dom eilte. Sie dachte nur an den lieben Ritter ihrer zarten Jugend, der ſo ent⸗ ſtellt worden waͤre, und ſie warf ſich in ihrem Herzen vor, daß ſie ſo viel an ſein Aeußeres den⸗ ken muͤſſe, da er doch todt⸗ krank aus Liebe


