Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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ſter waren ſo froh hieher geeilt, um ihn zu empfangen, und nun muͤſſen ſie ihn ſo entſtellt ſinden! Was hilft es ihm jetzt, daß er Lehns⸗ herr von Kariſe geworden iſt? Jetzt iſt kein Maͤdchen im ganzen Lande, das ihn haben mag, haͤtte er auch zehn Schloͤſſer und Guͤter. Da⸗ bei ſoll er Herzkrank ſeyn, der arme Burſche! Kaum war er hierher gekommen, als er ſich ſo⸗ gleich niederlegen mußte; ach die Krankheit wird gewiß ſein Tod werden; ſie ſoll von geheimer Liebe zu einer vornehmen und ſchoͤnen Jungfrau herruͤhren? Ach ja! es giebt viele Sorgen und Noth in dieſer ſuͤndigen Welt.

Armer, armer Carl! ſeufzte Rigmor leiſe, aber wer hat Dir das viele Ungluͤck erzaͤhlt? Marthe, ich will hoffen daß Du nach alter Ge⸗ wohnheit das Uebel vergroͤßerſt?

Ich habe es traun von Jungfrau Kirſtine von dem armen verlaͤumdeten Maͤdchen ſelbſt. Ich glaubte, ſie waͤre todt und begraben; allein

vorher, wie ich uͤber dem Roßmarkt gehe, höre

ich auf einmal rufen: Marthe, gute liebe Mut⸗ ter Marthe! und da ich mich nun umſehe, ſteht gewiß und wahrhaftig das arme Kind weinend