Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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Hand ergreifen, oder mein Geheimniß aus meinen Blicken herausleſen laſſe. 3

Ungluckliche! rief Dagmor und erbleichte; denn ſie zweifelte nicht, daß ſie den Koͤnig meinte.

Wohl habt Ihr Recht, mich ungluͤcklich zu nennen; theure Königin! was kann ich aber da⸗ fuͤr? Suͤnde und Vermeſſenheit wuͤrde es nur ſeyn, wenn ich die tiefe Kluft, die uns trennt, vergeſſen koͤnnte und ehe das geſchieht, ſoll mein Herz brechen. Stroͤmt kein koͤniglich Gebluͤte in meinen Adern, wie in den ſeinigen, ſo bewegt ſich doch drinnen ſtolzes und adliches Blut, und ein guter und ehrlicher Namen iſt mein Erbe und meine Habe.

Tröͤſte Dich Gott, ich kann es nicht, arme Kirſtine! aber ich verſtehe Dich, ſagte die Kö⸗ nigin mit einem ſchweren Seufzer,ich kann nur fuͤr Dich leben, und das will ich, ſelbſt in meiner letzten Stunde. Verzage nicht! wer weiß wer weiß, was geſchehen kann? unſer Leben und Gluͤck liegt in der Hand des All⸗ maͤchtigen.

Tief erſchuͤttert und bewegt neigte Dagmor den Kopf zu Kirſtinens Buſen nieder; ſie war ei⸗