Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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Fraget mich nicht mehr, theure geſegnete Koͤni⸗ gin! ich darf doch weder Euch noch Jemandem das anvertrauen, was nur Gott weiß, und woran zu denken vielleicht Suͤnde und Vermeſſenheit iſt.

Suͤnde und Berneiſenheit? he⸗ wiederholte die Koͤnigin betroffen,davor behuͤte Dich Gott und alle Heiligen! noch haſt Du keine vermeſ⸗ ſene und gottloſe Suͤnde Dir vorzuwerfen, das weiß ich. Bewahre Dein Geheimniß fuͤrder in Deiner Bruſt! Nun will und darf ich es nicht wiſſen.

Ach! ſuͤße fromme Köͤnigin! flehete Kir⸗ ſtine, vor ſie niederknieend, waͤhrend ſie weinend den Kopf in ihren Schooß legte;glaubt doch um Gotteswillen nichts Boͤſes von Eurer armen Kirſtine! ich will Euch ja gern Alles geſtehen, daß ich ihn innig lieb habe, den ich nie den Meinen nennen darf, den bravſten, liebenswuͤrdigſten al⸗ ler Maͤnner; aber er weiß es nicht, und darf es auch nicht wiſſen. Suͤnde und Vermeſſenheit iſt es gewiß nicht, wenn nur ich und Gott es weiß, wenn ich ehrbar und ſtill ſein Bild in meiner Seele trage, aber ihn nie mehr meine