Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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Du vergißt in Deiner Gewalt und Kraft, ſagte Dagmor laͤchelnd,daß der, in deſſen Hand das Gluͤck liegt, hoͤher ſteht als Koͤnige und Fuͤrſten.

Dagmors fromme Bemerkung brachte den Köͤnig auf ernſte Gedanken, und er verließ ſie erſt, nachdem er ihr viele ſeiner Ausſichten in die Zukunft mitgetheilt hatte. Als er das Gemach verlaſſen, kommt Jungfrau Kirſtine zu⸗ ruͤck, und flehete die Koͤnigin an, ihr die kind⸗ liche Furcht in Gegenwart des Koͤnigs zu ver⸗ zeihen.

War es wirklich nichts anders? ſagte Dag⸗ mor.Sey offen und aufrichtig, liebe Kir⸗ ſtine! Du haſt gewiß keine treuere Freundin als mich, und der Koͤnig ſelbſt hat geſagt, daß er Dich gluͤcklich machen wuͤrde, inſofern es in ſei⸗ ner Gewalt ſtuͤnde.

Der Koͤnig? rief Kirſtine froh erſchrocken. Der große Waldemar! Ach! Nein: das iſt nicht moͤglich. Das kann doch weder er noch Ihr! eine arme geringe Ritterstochter darf nie an ein Gluͤck denken, fuͤr welches ſie nicht geboren iſt. Ich will auch nie mehr daran denken⸗