Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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Was fehlt dem huͤbſchen Kinde? fragte der Koͤnig,Meine Gegenwart kann ihr doch nicht ſo furchtbar ſeyn?

Ich verſtehe ſie heute nicht; ſagte Dag⸗ mor;ſie hat ſich immer ſo herzlich gefreut; wenn ſie Euer Lob hoͤrte und Nachricht von Eu⸗ ren Siegen kam, war ſie deßhalb eben ſo froh und gluͤcklich wie ich; ſie ſpricht immer mit der groͤß⸗ ten Bewunderung und Ergebenheit von Euch, und nun kann ſie Euch nicht einmal vor Weinen ein Lied zu Ende ſingen. Es muß ihr etwas zuge⸗ ſtoßen ſeyn! allein ſie hat Vertrauen zu mir, und ich werde wohl erfahren, welche Sorge ſie druͤckt. Naͤchſt Dir, lieber Waldemar, iſt mir Niemand in Daͤnemark lieber als ſie. Sie iſt ſonſt heiter und klug, und ihr gutes, liebreiches Herz kenne ich am beſten.

Allein, was kann ihr denn fehlen? fragta

eer Koͤnig faſt ungeduldig.Ich kann nicht leiden, daß Jemand betruͤbt iſt, obgleich der

kleine Kummer ihr allerliebſt ſteht; ſie iſt auch kein Kind mehr, ſondern erwachſen und ſchoͤn. Forſche ſie aus, theure Dagmor; haſt Du ſie lieb, ſoll ſie, bei Gott, auch gluͤcklich werden. BO