Teil eines Werkes 
3. Theil (1827)
Entstehung
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reicher vor den Augen Gottes als eine Koni⸗ gin. Er weiß nichts von Koͤnigsblut und hoher Geburt. Schenke mir Dein Vertrauen, Kind, ich kann Dich nicht betruͤbt ſehen.

Kirſtine ſeufzte tief, aber ſchwieg.

Die Koͤnigin ſtrich ihr die gelben Locken aus der Stirn.Du biſt nun in dem Alter, mein gutes Kind! verſetzte ſie,wo, wie man ſagt, die Jugend gern geheimes Her⸗ zeleid hat, das ich doch, Gottlob! nie ge⸗ kannt habe. Sage mir, liebe Kirſtine! hat irgend ein Mann Anlaß zu den Thraͤnen, womit Du meine Hand benetzeſt, und zu der Unruhe gegeben, die Deinen Buſen bewegt?

Kirſtine glaubte das Geheimniß ihres Her⸗ zens verrathen, und erroͤthete bis an den Buſen. Ein Mann? ſtammelte ſie;ach! edle Koͤ⸗ nigin! was faͤllt Euch ein? ich zaͤhle ja kaum funfzehn Jahre.

Hier wurde das Geſpraͤch unterbrochen, und Kirſtine glaubte ſich ſchon aus aller Verlegen⸗ heit, indem der Koͤnig hereintrat. Dagmors Wangen waren durch die Unterredung mit Kir⸗ ſtinen röther und ihre Augen belebter geworden.

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