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„Meine Abweſenheit hat doch keinen Antheil
an Deinem Uebel?“ fragte Waldemar.„Es galt das Wohl des Volks und des Reichs, den Frie⸗ den und die Ehre des Kreuzes. Ich habe mein
Wort gehalten: Gott gab die Heiden in meine
Hand, und Du ſiehſt mich als Sieger wieder.““
„In dem Falle,“ verſetzte Dagmor„war meine Sehnſucht nur ein geringes Opferſcherf⸗ lein fuͤr den Herrn des Friedens und der Liebe. Doch nichts mehr von mir, herzliebſter Herr und Koͤnig! nehmt nun den Sohn in Euren vaͤter⸗ lichen Arm, und gebt ihm Euren Segen! Nun weint er nicht mehr; er laͤchelt, und es iſt als wollte er Euch gern die kleinen Arme entgegen reichen.“ Der Koͤnig nahm das Kind auf den Arm, und betrachtete es mit wehmuͤthiger Freude. „Gott ſtaͤrke und ſegne Dich, mein Sohn!“ ſagte er geruͤhrt.„Du haſt die frommen Augen Dei⸗ ner Mutter, und ihre Ringelloͤckchen werden Dir kommen; ſollſt Du aber einmal Scepter und Krone tragen, darfſt Du Dich nicht vor meinem
Panzer fuͤrchten. Wuͤßte ich nicht, daß Du
mir einen Jungen geſchenkt haͤtteſt, frommes Weib,“ fuhr er fort, und legte das Kind in ihre


