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Waldemar ließ ſchnell die eiſengepanzerten Arme ſinken, und reichte Dagmor die Hand.
„Verzeihe meiner Unbedachtſamkeit,“ ſagte er,
ich erwartete nicht, Dich ſo wiederzuſehen; ich
dachte Deiner nur als heiter und geſund, und daß Du mir einen großen, derben Sohn gebo⸗ ren haͤtteſt.“
Er entledigte ſich ſchnell des Panzers, und ließ ſich ruhiger an den Rand der Lotterbank nieder; doch Dagmor neigte den Kopf uͤber den Knaben hinaus und weinte.„Weine nicht, ge⸗ ſegnetes Weib,“ ſagte nun Waldemar freundlich. „Weine nicht, weil ich wie ein Stuͤrmender zu
Dir hereinſtuͤrzte. Dank der Gabe, die Du mir
und Daͤnemark gebracht! hat ſie Dir nur nicht Geſundheit und Ruhe gekoſtet.“
„Lieber, ſtarker Waldemar!“ entgegnete Dagmor, ſeine Hand liebkoſend,„Du findeſt mich als ein großes Kind wieder, das um nichts ſich fuͤrchtet und weint. Ich bin nicht krank, nur fehlts mir an Kraͤften, und der bloße Klang
Deines Harniſchet brachte mich zum Beben, aber
wenn ich Dich nur alle Tage ſehe, werde ich bald heiter und geſund werden.“ II. 20


