Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Arme,moͤchte ich glauben, es waͤre eine zarte Peinzeſſin, deren frommes Bild in Zukunft Kir⸗ chen und Kloſter ſchmuͤcken, und Skalden und junge Fuͤrſten zu Thoren machen wuͤrde.

Die Ankunft des Koͤnigs Erick rief nun Waldemar von Mutter und Sohn, und machte den verſtimmenden Eindruck, welchen der Anblick Beider bei ihm zuruͤckgelaſſen hatte, allmaͤhlich verſchwinden. Das erſte Zuſammentreffen mit dem königlichen Schwager war fuͤr ihn etwas verletzend; denn die Offenheit und das tuͤchtige Weſen des ſchwediſchen Koͤnigs erinnerte Wal⸗ demarn nur zu ſehr an die Schlacht bei Lene. Es war das allererſte Mal, daß Waldemar ſich in der Nothwendigkeit ſah, einen Gaſt auf⸗ zunehmen der ſich ruͤhmen konnte, den Wahl⸗ platz behalten, und Te deum geſungen zu haben, waͤhrend die Daͤnen Trauerlieder ſangen. Doch Waldemar bezwang dies Gefuͤhl von Unmuth und gekraͤnktem Stolze, und empfing den koͤnig⸗ lichen Braͤutigam mit feiner Ritterſitte und ehrender Zuvorkommenheit.

Ende des zweiten Theils.