tigt, und ließen das heilige Grab unter der Ob⸗ hut der Unglaͤubigen.“
„Daß Ihr keine beſſern Gedanken von un⸗ ſerer frommen Herrſchaft hegt, junger Herr, das kömmt daher, daß Ihr ein Kick⸗in⸗die⸗Welt ſeyd, der nicht weiß, daß es einem ordentli⸗ chen Ritter heut zu Tage gebuͤhrt, fromm und andaͤchtig zu erſcheinen, wie luſtig er uͤbrigens auch lebt; und in dieſem Stuͤcke ſtehen unſere Grafen hinter keinem Ritter in der Chriſtenheit zuruͤck.— Ueber dem gruͤnen Jagdwamms traͤgt Graf Heinrich immer einen Roſenkranz von Ru⸗
binen und Smaragden, muͤßt Ihr wiſſen, der
mehr als ſeine ganze Grafſchaft werth iſtz er verſaͤumt keine Meſſe, und ſtoßen wir waͤhrend der Jagd auf eine Waldkapelle, St. Hubert, oder St. Veit geweiht, muͤſſen wir alle von den Pferden herunter und in den Koth niederknieen, ſollte auch das beſte Stuͤck Wild uns deshalb aus den Haͤnden ſchluͤpfen.“
„Warum hoͤre ich nur immer vom Grafen Heinrich reden?“ fragte nun Ottoz„iſt denn Graf Gunzelin nicht der Aelteſte, und daher re⸗ gierender Graf!“


