Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

und Haar, das kann ſein beſter Freund nicht leug⸗ nen; allein kein Weib iſt ſo weiß, daß ſie fuͤrch⸗ ten duͤrfte ihre Lippen an ſeinem gekraͤuſelten Bart ſchwarz zu machen. Du biſt ein recht wack⸗ rer Burſche, mein' ich; ſoll aber Friede und Ge⸗ noſſenſchaft zwiſchen uns obwalten, fluchte er, mußt Du mit Ehrfurcht von dem Grafen Hein⸗ rich reden. Er iſt ein Herr, wuͤrdig daß man, wenns Noth thut, in die Hölle fuͤr ihn gehe. Wenn er zu mir ſagt: hoͤre alter Kunz, morgen habe ich einen Fang vorz da iſt der alte Fuchs dort, der hat mich ſchon lange aus ſeiner Höͤhle geneckt, den mußt Du mir ausraͤuchern, oder ich breche Dir den Hals; ſo weiß ich, daß es ſein Ernſt iſt, und fuͤhre kein langes Geſchwaͤtz. Allein bringe ich ihm dann den alten Fuchs bei den Ohren, ſo kann ich auch einen ganzen Monat hin⸗ durch auf meinem Poſten trinken, ohne ein boͤſes Wort deshalb zu hoͤren, und der Graf Heinrich bezahlt obendrein das Gelage. Was ſonſt die gnaͤdige Frau Audocia betrifft Ei! da haben wir Fritz Gruͤnhagen mit dem Weine. Lu⸗ ſtig, Gefaͤhrten! Graf Heinrich und ſeine ſchöne Gattin ſollen leben! Wer dieſe Geſundheit nicht 2*