nigs nicht ganz genau befolgte, dieſen fruͤher als der Gefaͤhrte zu treffen. Graf Otto wußte zwar,
daß Waldemar ſich noch in Pommern, wo er bereits im Verein mit dem Grafen Albert den Herzog Ladislaus aus dem Felde geſchlagen, und
ihn zur Unterwerfung gezwungen hatte, aufhal⸗ ten ſollte; aber das Geruͤcht ſagte zugleich, daß
der Koͤnig ſchon auf dem Nuͤckzug waͤre.— Otto glaubte daher am ſicherſten ihn in wenigen Ta⸗
gen in Schwerin anzutreffen.— Schon an der
Grenze hatte er Veranlaſſung gehabt, eine feind⸗ liche Stimmung gegen die Daͤnen zu bemerken, und die Gefahr, der er ſich bloßſtellte, indem er ganz allein dies Land durchzog, ſah er ſogleich ein. Nicht ohne Fertigkeit redete er die Sprache, obgleich mit einem zu weichen Tone, denn die ſchone Mutterſprache war ihm die theuerſte. Dennoch war es ihm bisher gelungen fuͤr einen treuen Unterthan des römiſchen Reichs zu gelten.
„Welches iſt der naͤchſte Weg nach Schwe⸗ rin?“ fragte er in ſaͤchſiſcher Mundart, doch nicht ohne, ſich ſelbſt unbewußt, ein daͤniſches Wort hineinzumiſchen, indem er ſich in den. Sat⸗ tel ſchwang.
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