Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Es war ein ſchöner, linder Wintermorgen eines der letzten Tage des Februars; ein leichter Reif glaͤnzte auf den Zweigen der Eichenwaͤlder Nord⸗ Deutſchlands. Am Stalle einer einzelnen Schenke, nicht weit innerhalb der ſchwerinſchen Grenze, ſtand ein kuͤhner, feingebauter Juͤngling, von edlem, fuͤrſtlichem Anſehn, jedoch im einfachen Kleide eines Knappen, und legte ſelbſt dem leich⸗ ten Gaul das Gebiß an. Es war der Schwe⸗ ſterſohn Waldemars, der junge Graf Otto, der dem Junkherrn Strange nach Boͤhmen gefolgt war, und unter dieſer Verkleidung dem doͤnigli⸗ chen Oheim eine wichtige Botſchaft am ſchnell⸗ ſten und ſicherſten zu bringen hoffte. Otto

war wenige Tage vorher mit Abſalon Balg von

Prag weggeritten; doch hatten beide kurz nachher verſchiedene Wege genommen, und der Letztere, der Waldemar noch im Pommerſchen anzutreffen

meinte, glaubte, indem er den Befehl des Koͤ⸗ 1 1 4