241
Bergſchacht an meiner Hochzeit tanzen wollte, ſo ſagte ſie ja in jenem wilden Augenblick, da ich einſt von meiner Vermaͤhlung ſprach. Hm! war es nicht der Kullenmann, vor dem und ſeiner geheimnißvollen Weisheit jener fromme Prophet aus Slagelſe mich warnte. Es ſey! Kennt er mein Geſchick, mag er ſeine Weisheit fuͤr ſich behalten, ich will kein Wort mehr davon wiſſen. Es wuͤrde nur meine friſche Lebensluſt ſtoͤren und einen aberglaͤubiſchen Traͤumer aus mir machen. Es iſt doch nur alles Schwaͤrmerei und Tand, wenn nicht etwas noch Schlimmeres. Kein Menſch darf ſein Verhaͤngniß wiſſen. Doch will ich fuͤr den Alten ſorgen; ſeine Traͤumereien verrathen doch, daß er mir und meinem Geſchlechte treu und ergeben iſt. 5
Darauf ging Waldemar zu ſeinem Gefolge zuruͤck, und befahl, daß der alte, blinde Greis nebſt ſeinem Knaben ſogleich nach ſeiner Heimath auf den Felſen Kullen gefuͤhrt, und in der Zukunft auf Koſten des Koͤnigs verpflegt, jedoch ihm auf das Strengſte verboten werden ſollte, ſeinen Fuß
auf die andre Seite des Sund je ſetzen zu duͤrfen.
I, 16


