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Ernſt beſtieg Waldemar ſein Pferd wieder und ſah nochmals uͤber das Meer hinaus, wo er in weiter Entfernung das Schiff als einen kleinen, ſchwarzen Punkt noch erkennen konnte. Dann
ließ er dem Gaul den Zuͤgel, und ſinnend wieder⸗
holte er in ſeinen Gedanken das Lied des Kullen⸗ mannes, Wort fuͤr Wort, von dem keine einzige Sylbe, ungeachtet der heiſeren und undeutlichen Stimme deſſelben, ſeinem ausgezeichnet ſtarken Gedaͤchtniß entſchluͤpft war. Vergebens ſann er darauf, einen tiefern Sinn, als eine allgemeine Warnung vor den Reitzungen und Verſuchungen der Jugend, gegen die das ausgelebte Alter am eifrigſten predigt, und welchen er, ſeiner heftigen Natur zufolge, auch am meiſten bloß geſtellt war, aus jenen raͤthſelhaften Worten heraus zu leiten; obgleich er ſich nicht einmal ſelbſt geſtehen wollte, daß die Worte des alten Traͤumers ihn betroffen gemacht, war doch der Hang ſeines Zeitalters zu dem Uebernatuͤrlichen und Geheimnißvollen auch ihm eigen, und er wiederholte jene dunklen Worte ſo oft in ſeinen Gedanken, daß ſie ſowohl, als das Bild des alten Kullenmannes, unvertilgbar vor ſeiner Erinnerung ſtanden; allein er draͤngte dieſe


