Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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229 berkuͤnſte meine Augen und die aller Ritter ver⸗ blendet haͤtte.

Ihr ſeyd ein Mann, der ſich auf weibliche Schönheit verſteht, verſetzte der Koͤnig lachend, und Eure Frau hat wohl einen beſonderen Grund, ein Auge an jedem Finger zu haben. Sollte indeſſen ein Cheherr verpflichtet ſeyn, ſein Auge jeder fremden Schönheit zu verſchließen, ſcheint der Eheſtand nur ſchlecht mit dem echten, ritterlichen Sinn beſtehen zu koͤnnen, und zu einer ſolchen Treue wuͤrde ich mich in meinem ganzen Leben nie verpflichten.

Biſchof Peder, der gedankenvoll an der Rech⸗ ten des Koͤnigs ritt, ſchuͤttelte den Kopf; der Koͤnig aber, der ſeinen Eifer und geſtrenge Ge⸗ ſinnungen kannte, ließ ihn ſelten in Gegenwart andrer Leute zu Worte kommen.

Die Prinzeſſin Beengierd iſt alſo Eurem Gutduͤnken nach das ſchonſte Weib in der Welt/ fuhr Waldemar zuverſichtlich lachend fort,was wetten wir, edler Graf! wenn Ihr die Prinzeſſin Margarethe von Bähnen geſehen, nehiit ht Euer Wort zuruͤck!