Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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des Erzbiſchofs ſeinen Gedanken ploͤtzlich eine an⸗ dere Richtung gab.Gewiß iſt es aber fuhr er fort,daß unſer junger Koͤnig unter beachtungs⸗ werthen Auſpicien, ja ich darf es wohl ſagen, un⸗ ter einem wunderbaren, raͤthſelhaften Geſtirn ge⸗ boren iſt. Und glaubt nur, ein guter und ein boͤſer Engel ſind ihm beide nahe; beide ſind gar maͤchtig. Gebe Gott dem guten einen ehrenvollen Sieg; dann wird eine wahrhafte Nachkommen⸗ ſchaft erſt mit Recht ihn heißen duͤrfen, wie die erſtaunten Zeitgenoſſen ihn ſchon genannt: Wal- demarus vioctoriosus.

Ja wohl, mein theurer frommer Freund, erwiederte der Erzbiſchof, und rollte ſein Ma⸗ nuſcript aufzdieſe Wahrheit trifft nicht allein unſern jungen Koͤnig, ſondern jedes kraͤf⸗ tige und tuͤchtige menſchliche Gemuͤth in der Welt; das bin wohl gezwungen Euch einzu⸗ raͤumen, ſintemal es meine eignen Worte im erſten Buch meines Gedichts ſind:

Omni adest homini specialiter unus Angelus, ut vexet, ac ut custodiat alter 4)

5 Es ſchweben dem Menſchen zwei Engel immer zur Seite,

Der eine ſein Plagegeiſt iſt, der andre bewacht 3 ihm die Seele.