Unlitats operis, oculis inspecta serenis. vin patietur opus a justo judice sperni*).
„Nein fuͤrwahr“ entgegnete Saxo mit Waͤrme,
1 und druͤckte dem Erzbiſchof die Hand.„Jeder ge⸗
rechte Beurtheiler Eures chriſtlichen Gedichts, in ſofern ich es bereits kenne, muß das fromme gott⸗ ergebene Gemuͤth, die tiefen Kenntniſſe und den Scharffinn, die Ihr darin an den Tag legt, ſchaͤtzen und wuͤrdigen; dennoch iſt Euch ein Wort ent⸗ ſchuͤpft, das mich tief verletzt hat, und worin ich glaube, daß Ihr irrt; das iſt nemlich Euer Tadel in prooemio, die weltliche Poeſie und die ſogenannten Fabeln betreffend, welche ihr der Ju⸗ gend ſchaͤdlich erachtet. Die Ueberreſte unſerer al⸗ ten, weltlichen Poeſie, und unſere hoͤchſt merkwuͤr⸗ digen uralten Sagen, die Viele Fabel und Er⸗ dichtung nennen wollen, ausgenommen, wuͤßte ich nur wenig zu ſagen von dem Geiſte und der Denkungsart unſrer Vorfahren, und in der That, es kann unſrer Jugend nicht zum Schaden gerei⸗ chen, ihre Vorfahren kennen zu lernen.“
*) Der Nutzen des Werks, mit milden Augen eroͤrtert, Duldet kaum, daß das Werk ein billiger Sliihtar verachtet.


