er verneigte ſich mehrmahls, und erſuchte die ge⸗ ehrten Gaͤſte, mit ſeiner geringen und einfachen Bewirthung vorlieb zu nehmen.— Sobald er aber die Namen Gunner und Henrick Harfen⸗ ſaite von dem Erzbiſchof erfuhr, waren die gu⸗ ten Herrn ihm nicht mehr fremd; denn von den ausgezeichneten Rednergaben und den ſeltenen Kenntniſſen des Erſteren hatte er ſchon reden gehoͤrt, und Meiſter Harfenſaite hatte er fruͤher ſchon in Roeskild geſehen. Von dem neuen Arznei⸗ buche des jungen Domherrn hatte er ſogar vor kurzem eine Abſchrift bekommen, die er mit Vergnuͤgen geleſen, ohne jedoch ſeine Diaͤt und Lebensweiſe nach den in demſelben auteltmn
Regeln einzurichten. 2
Sobald nun die Gaͤſte ſich auf der Bank nie⸗ dergelaſſen hatten, holte Saxo aus einem Schrank in der Mauer einen Krug mit gutem alten Klo⸗ ſterwein, und zwei köſtliche ſilberne Becher„ mit wendiſchen Abgottsbildern geſchmuͤckt, welche ihm Abſalon aus ſeiner Kriegsbeute von Arkona ge⸗ ſchenkt hatte.— Sorgfaͤltig wiſchte er mit dem Zipfel ſeines Mantels den Staub von ihnen ab,


