414 ſter Henrick Harfenſaite bekannt. Er und Bru⸗ der Gunner waren in amtlichen Geſchaͤften in Lund bei dem Erzbiſchof zuſammen getroffen; ſie begleiteten ihn nun beide nach Ribehuus, wo der junge Koͤnig Waldemar II. Hof hielt.—
Der gute Herr Andreas konnte ſich nicht ent⸗ ſchließen Seeland zu durchreiſen, ohne Vater Saxo zu beſuchen, und nachzuſehen, wie weit er in ſei⸗ ner daͤniſchen Geſchichte gekommen war, und ob⸗ gleich es mit der Reiſe Eile hatte, und der Mei⸗ ſter Harfenſaite es hoͤchſt bedenklich fand, die ſehr unbequeme und ungeſunde Nacht, nach ſeinem klaſſiſchen Ausdruck: noctem intempestam, zu Huͤlfe zu nehmen, gab doch der Erzbiſchof ſei⸗
nen Entſchluß keineswegs auf, zur großen Freude
des Bruders Gunner, der ſehr viel von Saxo Grammaticus gehoͤrt, allein ihn noch nie geſehen hatte, und meinte, daß ein halbſtuͤndiges Ge⸗ ſpraͤch mit dem beruͤhmten daͤniſchen Geſchichts⸗ ſchreiber wohl einen halbjaͤhrigen Schnupfen auf⸗ wiegen duͤrfe.— Der kleine zehnjaͤhrige Knabe, der den geiſtlichen Herren folgte, war ein Sohn des vorigen Burgherrn auf Kariſe, eines alten Freundes des Erzbiſchofs„ der in den ungluͤckli⸗


