dem er ſich muͤhſam buͤckte und eine kleine zier⸗ liche Abſchrift von Swend Aageſens Geſchichte von der Fußdecke des Fliſenbodens erhob:—„Ei⸗ nen bequemen Auszug aus der Chronik haſt Du uns gegeben— doch was Daͤnemark geweſen, und mit Gottes Huͤlfe noch werden kann, ſah Dein Geiſt nie. Doch redlich haſt Du, was Du nur konnteſt, gethan, und Dein Buch ſoll nicht hier im Staube vor meinen Fuͤßen liegen.“ Sorgfaͤltig wiſchte er nun den Staub von dem kleinen Buche Swends Aageſen ab, und legte es neben Abſalons Schriften. Da wurde die Thuͤre leiſe geoͤffnet, und drei geiſtliche Herren traten mit einem kleinen Knaben in ihrer Mitte herein.— Dieſe Maͤnner waren alle in Reiſe⸗ kleidern, und trugen mit Rauchwerk gefuͤtterte
Naͤntel uͤber ihre Ordenstrachten. Der eine war
ein anſehnlicher bejahrter Mann mit grau geſpren⸗ keltem Haar und Bart, und etwas ſchwaͤchlichen Ausſehens, allein von ſolcher Hoheit und Wuͤrde im Ausdruck und Benehmen, daß, obgleich er weder Krummſtock noch Biſchofsmuͤtze trug, Nie⸗ mand der ihn ſah bezweifeln konnte, daß er ein Praͤlat ſey, der die höͤchſte geiſtliche Wuͤrde be⸗


