Teil eines Werkes 
3. und letztes Bändchen (1822)
Entstehung
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einzuſchlummern, aber fuͤrchterliche Traͤume ver⸗

jagten ſchon nach wenig Minuten ſeinen Schlaf.

Mitternacht mochte begonnen haben, und alles um ihn ſchlief in ſoͤßer Ruhe, als ihm ein Feuer⸗ geruch ſo ſtark aufftel, daß er ſchnell aus dem Bette ſtürzte, ſich ankleidete, und hinaus eilte. Draußen auf dem Gange qualmte ihm ſchon dicker Rauch entgegen. Haſtig riß er die Thuͤre des Zimmers auf, wo der Chirurg wachte; aber hier wirbelte der Rauch ſo dicht um ihn auf, daß er kaum Odem ſchoͤpfen mochte; vom Chirurg ſah und hoͤrte er nichts, aber helle Flammen liefen dagegen ſchnell an den tapetengeſchmuͤckten Waͤn⸗ den umher. Feuerrufend ſprang er daher in das Krankenzimmer, riß den Feſtſchlafenden mit ge⸗ waltiger Staͤrke aus dem Bette, warf ihm ſeinen Oberrock uͤber, und trug ihn durch Feuer und

ihm Wirth und Wirthin, Knechte und Maͤgde im poſſierlichſten Aufzug entgegen; Walther rief

ihnen zu, was ſie wiſſen ſollten, und trug ſeine

Laſt die Treppe hinunter, und zum Hauſe hinaus. Jetzt entſtand in allen Gaſſen Laͤrm, Lichter wur⸗ den in allen Fenſtern ſichtbar. Walther keuchte

Dampf hinaus auf den Vorſaal. Hier ſtuͤrzten

mit dem Kranken einem gegenuͤberliegenden Buͤr gerhauſe zu, wo eine alte Frau, an allen Glie⸗

dern zitternd, die Fluͤchtlinge aufnahm.

Der