Teil eines Werkes 
3. und letztes Bändchen (1822)
Entstehung
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Der Fremde, der indeſſen zu ſich gekommen war, ſich im Oberrock und Hemde ſah, und den Tumult auf den Straßen hoͤrte, wußte nicht, wie er daran war. Walther erklaͤrte ihm in der Ge⸗ ſchwindigkeit, was das Alles bedeute, und eilte dann wieder hinuͤber, um wo moͤglich die Sachen ſeines Schuͤtzlings zu retten. Druͤben aber war durch einen beſonnenen Knecht die groͤßte Gefahr getilgt, und als Walther an die Thuͤre kam, brachten einige den Chirurg getragen, der noch immer in tiefer Betaͤubung lag. Nach einer hal⸗ ben Stunde war die Ordnung wieder hergeſtellt, und nun entdeckte ſich's auch, daß niemand als der wachſame Aesculap die Urſache des ganzen Spectakels geweſen war.

Der gute Mann hatte, bevor er ſeine Nacht⸗ wache antrat, bei ſeinem Gevatter, dem Baͤcker, wieder die Probe etwas ſtark an einem eben an⸗ gekommenen Kuͤmmelbranntwein, von dem er ein ſehr zaͤrtlicher Freund war, gemacht, und war dann benebelt in den Gaſthof getreten. In's Vor⸗ zimmer verwieſen ſetzt er ſich da, das Licht neben ſich ſtellend, an das halb offene Fenſter, und ver⸗ ſinkt, von den Duͤnſten des ſuͤßen Genuſſes be⸗ taͤubt, in leichten Schlummer, der zum bleiernen Schlaf ward. Ein leichter Windſtoß mochte den langen Vorhaͤngefluͤgel uͤber das Licht gehaucht haben, die Flamme ergreift ihn, und leckt an

der