Teil eines Werkes 
3. Theil (1836)
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Ranges, welche, als Steckreiſer, um den mittleren her⸗ vorzuſproſſen ſcheinen; endlich am Himmel immerwäh⸗ rende Rabenſchwärme; dann erhält man einen Begriff von Montfaucon.

Am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts war der furchtbare, 1328 erbaute Galgen ſchon ſehr verfallen. Die Balken waren wurmſtichig, die Ketten verroſtet, die Pfeiler von Moos grün gefärbt, die gehauenen Steine bei ihren Einfügungen wieder geſpalten, und Gras drang auf der oberen Fläche, welche die Füße nicht berührten, hervor.

Am Himmel bildete dies Gebäaude ein furchtbares Profil, beſonders des Nachts, wenn der Mond auf die weißen Schä⸗ del ſchien, oder wenn der Abendwind Ketten und Skelette bewegte und im Dunkel ſchüttelte. Dieſer Galgen genügte, um die Umgegend zu unheiloollen Orten umzuſchaffen.

Der ſteinerne Bau, der dem verhaßten Monumente zur Baſis diente, war hohl. Man hatte dort einen unge⸗ heuern Keller gebaut, der von einem alten, verdorbenen Eiſengitter geſchloſen ward. Dorthin warf man nicht allein die von den Ketten Montfaucon's gelöſten Leichen, ſondern die Leiber aller andern Ungluücklichen, die an den übrigen Galgen von Paris gehängt waren. In dieſer

tiefen Fleiſchbank, wo ſo viel menſchlicher Staub, ſo viele

Verbrecher verfaulten, trugen manche Unſchuldige, manche Große des Reichs ihre Gebeine, von Enguerrand de Ma⸗ rigny an, der ein Gerechter war und Montfaucon eröff⸗

naete, bis zum Admiral von Coligny, der ein Gerechter war und Montfaucon ſchloß.