Teil eines Werkes 
3. Theil (1836)
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Hinſichtlich des geheimnißvollen Verſchwindens von Quaſimodo konnten wir nur Folgendes entdecken.

Ungefähr zwei Jahre oder achtzehn Monate nach den Ereigniſſen, welche dieſe Geſchichte ſchließen, holte man aus dem Keller von Montfaucon die Leiche von Olivier⸗ le⸗Daim, welcher zwei Tage vorher gehängt war, und

dem Karl VIII. die Gnade bewilligte, in beſſerer Geſell⸗

ſchaft auf dem Kirchhofe von St. Laurent beerdigt zu werden. Da fand man unter den ſcheuslichen Leichen zwei Skelette, wovon das eine das andre eng umſchlungen

hielt. Das eine der. Skelette war ein weibliches, und

an ihm hingen noch einige Fetzen eines früher weißen Kleides; am Halſe ſah man ein Halsband von Zauber⸗ figuren, mit einem ſeidenen Beutel, der, mit grünem Glas geſchmückt, offen und leer war. Dieſe Gegenſtände hatten offenbar ſo wenig Werth, daß der Henker ſie nicht hatte haben wollen. Das andre Skelett, welches dies weibliche eng umſchlungen hielt, war ein männliches. Man bemerkte, die Rückenmarksſäule ſei gedreht, der Kopf ſtehe zwiſchen den Schultern, und ein Bein ſei kürzer, als das andere. Uebrigens war im Genick deſ⸗ ſelben kein Bruch in der Rückenmarksſäule, ſo daß der Mann, von dem das Skelett ſtammte, offenbar nicht gehängt war. Er mußte hieher gekommen, und dann geſtorben ſein. Als man es von dem andern Skelett, das es umſchlungen hielt, löſen wollte, ſiel es in Staub zuſammen.

jj