Teil eines Werkes 
3. Theil (1836)
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liche ſah ein, wann ſeine Hände durch die Kraftanſtren⸗ gung gelaͤhmt, das Blei niedergebogen und ſein Kleid zerriſſen wäre, müſſe er hinabfallen. Furcht quälte ſein Herz. Bis weilen blickte er verſtört auf eine ſchmale Fläche, zehn Fuß unter ſich, die durch einige Skulpturen bewirkt war, und dann flebete er mit verzweifelnder Seele inbrünſtig zum Himmel, auf dieſem Raum von zwei Quadratfuß ſein Leben beſchließen zu dürfen, ſollte es auch hundert Jahre währen. Einmal ſah er unter ſich in den Abgrund, aber ſogleich ſchloß er die Augen, und ſein Haar ſträubte ſich empor.

Das Schweigen beider Männer war furchtbar. Wäh⸗ rend der Archidiakonus, einige Fuß von Quaſtmodo ent⸗ fernt, ſo ſchrecklich mit dem Tode rang, weinte Quaſi⸗ modo und blickte auf den Grève⸗Platz.

Als der Archidiakonus einſah, alle Verſuche empor⸗ zuklimmen erſchütterten nur die ſchwache, ihm noch blei⸗ bende Stütze, faßte er den Entſchluß, ſich nicht mehr zu rühren. Er umarmte die Rinne, athmete kaum, regte ſich nicht, und war ohne alle andere Bewegung als die maſchinenmäßige, krampfhafte Zuſammenziehung des Ma⸗ gens, welche man in Träumen, wenn man zu fallen wähnt, empfindet. Seine ſtarrenden Augen waren krank⸗ haft und ſtaunend aufgeriſſen. Allmäahlig verlor er den letzten Haltpunkt; ſeine Finger glitſchten am Blei, ſchwä⸗ cher wurden ſeine Arme, ſchwerer ſchien ihm ſein Kör⸗

Archidiakonus fühlte, wie ſie allmählig wich. Der Unglück.

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