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ſich aber an der Rinne mit unerhörter Kraftanſtrengung, um wieder aufzuſteigen. Allein ſeine Hände faßten keinen Holt auf dem Granit; ſeine Füße kratzten in die geſchwärzte Mauer, ohne einzubeißen. Alle, welche die Thürme von Notre⸗Dame beſtiegen, wiſſen, daß unmittelbar unter der Baluſtrade eine Bauchung des Steines ſich befindet. Auf dieſem zurücktretenden Winkel erſchöpfte der Archidiako⸗ nus ſeine Kräfte; er rang auf einer nicht ſpitzigen, ſon⸗ dern unter ihm fliehenden Mauer.
Quaſimodo brauchte ihm nur die Hand zu reichen, um ihn aus dem Abgrund zu ziehen; allein er ſah nicht einmal hin. Er blickte nur auf den Grève⸗Platz, auf den Galgen, auf die Zigeunerin. Der Taube ſtützte ſich mit den Elbogen auf die Baluſtrade, worauf der Archi⸗ diakonus noch vor einem Augenblick knieete, und ſtand, auf den einzigen Gegenſtand blickend, den es in dem Augenblick für ihn auf der Welt gab, regungslos wie ein vom Blitz Getroffener. Ein langer Strom von Thrä⸗ nen entſtrömte dem einzigen Auge, welches bis dahin nur eine Thräne vergoſſen hatte.
Der Archidiakonus keuchte. Seine kahle Stirn rie⸗ ſelte von Schweiß, ſeine Nagel bluteten an dem Stein, ſeine Kniee wurden an der Mauer geſchunden. Er hörte, wie ſein Prieſterkleid, an der Rinne feſtgehalten, bei jeder Erſchütterung krachte und aufriß. Zum Uebermaaß des Unglücks endete dieſe Rinne mit einer bleiernen
Röhre, die unter der Laſt ſeines Körpers ſich bog. Der
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